Was hat ein Elefant mit Ihrem Abnehmerfolg zu tun?
Wenn Sie schon einmal an einem Ort waren, wo Elefanten z.B. als Nutztiere gehalten werden, dann ist Ihnen wahrscheinlich aufgefallen, dass diese Giganten nicht sonderlich solide angekettet sind. In den meisten Fällen wird den Tieren eine Fußfessel angelegt, die mit einer Kette oder sogar nur mit einem Seil an einem Pflock befestigt ist. Dieser Pflock steckt meistens nur wenige Zentimeter tief in der Erde. Für ein solch riesiges Tier wie einen Elefanten, das die Kraft besitzt ganze Bäume samt der Wurzel herauszureißen, sollte es ein Klacks sein, sich von dieser Fessel zu lösen. Doch der Elefant probiert das nicht einmal. Der Grund dafür liegt in der Konditionierung des Elefanten.
Wie jedes andere Tier, will auch ein Elefant nicht angekettet oder eingesperrt sein. Der Mensch nutzt aber einen ziemlich simplen, doch genialen Trick, um den Giganten zu zähmen. Schon als kleines Kalb wird der Elefant mit einer Kette am Bein angebunden. In diesem Fall reicht die Kette jedoch definitiv aus, um das Tier festzuhalten. Das kleine Kalb versucht es unermüdlich, sich von seiner Fessel zu befreien. Tag für Tag zerrt es an der Kette, aber leider vergeblich. Irgendwann kommt dann der verhängnisvolle Tag, an dem sich der kleine Elefant seinem Schicksal beugt und sein Vorhaben ein für alle Mal aufgibt. Er hat erkannt, dass er gegen die Fessel keine Chance hat. Der Wille des Elefanten ist gebrochen und der Glaube daran, dass er sich nicht befreien kann, hat sich tief in seinem Gedächtnis verankert.
Wenn der Elefant wächst und stärker wird, ist es nicht nötig ihm eine dickere Kette anzulegen, denn er wird es nie wieder versuchen sich zu befreien. Oftmals reicht einfach eine dünne Leine um das Bein aus, um das tonnenschwere Tier an der Flucht zu hindern, obwohl es die Leine mit Leichtigkeit zerreißen könnte.
Was das mit Ihnen zu tun hat?
Die meisten Menschen gehen durch das Leben mit demselben Glauben wie der angekettete Elefant. In jeglichen Lebenslagen meinen sie, dass sie etwas nicht schaffen können, nur weil es in der Vergangenheit nicht geklappt hat oder weil andere sagen, dass es nicht möglich ist.
Auch beim Abnehmen ist das der Fall. Die meisten haben schon unzählige Male den Versuch gestartet endlich die überflüssigen Pfunde loszuwerden – doch leider ohne Erfolg. Daher erscheint es vielen Menschen unmöglich und sie schieben die Schuld auf ihre Gene oder andere Faktoren, die sie nicht beeinflussen können. Möglicherweise geht es Ihnen ähnlich.
Im Gegensatz zum Elefanten versuchen es die meisten Menschen immer wieder, in der Hoffnung, dass es diesmal klappt. Aber im Unterbewusstsein haben sich die destruktiven Gedanken längst tief verankert und sorgen dafür, dass sie sich unbewusst selbst manipulieren um ja keinen Erfolg zu haben.
Wie können Sie diesen Teufelskreis durchbrechen?
Der erste Schritt, um Ihren Glauben und Ihr Denken aktiv zu verändern ist, dass Sie sich klar machen, woher die destruktiven Gedanken überhaupt stammen. Sie müssen beginnen, tief in Ihrer Erinnerung zu graben. Was haben Sie in Ihrer Kindheit über Sport und Ernährung gelernt? Wie wurden Sie beeinflusst? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Wann haben Sie sich das erste Mal über Ihren Körper Gedanken gemacht? Notieren Sie das am besten in einem Tagebuch.
Als Kind haben wir noch keinen Erfahrungsschatz, auf den wir zurückgreifen können. Wir hören also auf das, was Erwachsene uns sagen. Das kann positiv, aber auch negativ sein. Oftmals werden Mädchen und Jungen in ganz verschiedene Schubladen gesteckt und Mädchen wird beispielsweise eingetrichtert, dass Sportarten wie Fußball nichts für sie sind. Wenn sich solche Gedanken in einem Mädchen verankern, wird es niemals auch nur daran denken, eine solche Sportart auszuprobieren. Ähnlich verhält es sich mit Menschen, die schon in der Kindheit übergewichtig waren. Sport war für sie meistens eine Qual und wird daher mit Schmerzen und Leid in Verbindung gebracht. Es liegt nahe, dass eine solche Person niemals wieder im Leben sportlich aktiv wird.
Um das zu „heilen“, müssen Sie sich klar machen, dass Sie damals ein Kind waren. Ihr Körper und Ihr Geist haben sich seitdem stark verändert. Was vergangen ist, ist vergangen und hat keine Bedeutung für Ihr zukünftiges Handeln. Es ist auch wichtig zu realisieren, dass das meiste, was Sie als Kind gespeichert haben, nicht Ihre eigenen Erfahrungen sind, sondern die von jemand anderem – seien es Ihre Eltern, Lehrer, Verwandte, usw…
Wenn Sie das realisieren und annehmen, können Sie Ihren Geist für neue Erfahrungen öffnen und neue Gedanken (die Ihnen helfen) entwickeln, anstatt Sie zu behindern.
Wenn Sie das realisieren und annehmen, können Sie Ihren Geist für neue Erfahrungen öffnen und neue Gedanken (die Ihnen helfen) entwickeln, anstatt Sie zu behindern.
Lokalisieren Sie die schlechten Gedanken und beginnen Sie damit, diese durch neue und positive Erfahrungen zu ersetzen. Das Abnehmen beginnt, wie fast alles im Leben – im Kopf. Wenn Sie mit dem falschen Glauben an die Sache herangehen, dann ist es unglaublich schwer etwas zu erreichen. Es ist nicht Ihre Schuld, dass Sie in der Vergangenheit keinen Erfolg hatten, weil Ihnen die falschen Grundsätze vermittelt wurden.
Es bedarf etwas Disziplin und einen starken Willen, aber Sie können es schaffen. Wenn Sie Ihren Geist neu programmieren, dann werden Sie sich oft wie ein blutiger Anfänger fühlen. Machen Sie sich aber klar, dass Sie durch Übung und Beständigkeit immer besser werden und Ihre Ziele erreichen können, unabhängig von dem, was in der Vergangenheit war.